Schulprofil

Die Uwe-Jens-Lornsen-Schule schafft Möglichkeiten, die andere Schulen nicht anbieten.
Seit 2008 wird jahrgangsübergreifend unterrichtet.
Alle Jahrgänge werden in Lerngruppen zusammengefasst.

Das Schulprofil richtet sich nach den Gegebenheiten der heutigen Gesellschaft.
Verschiedene Leistungsniveaus der Schulanfänger und Schulanfängerinnen müssen aufgefangen, kompensiert und genutzt werden, um jedem Kind die Förderung zu geben, die es braucht.

Pädagogisches Konzept der Uwe-Jens-Lornsen-Schule

Den Einzelnen fördern und zugleich Gemeinschaftssinn wecken!

An der Uwe-Jens-Lornsen-Schule bilden Individualisierung und Gemeinsinn keine Gegensätze, sondern zeichnen das pädagogische Konzept der Schule aus.

Alle Kinder lernen gemeinsam in heterogenen, jahrgangsgemischten Leistungsgruppen miteinander und voneinander, sie respektieren ihre Verschiedenheit und arbeiten zusammen.

Die Unterrichtsinhalte werden zum größten Teil individualisiert unterrichtet, um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit gewährleisten zu können. Jedes Kind wird anhand seines individuellen Leistungsstandes und Lerntempos gefördert und gefordert.

Gleichzeitig werden so oft wie möglich Situationen genutzt, die das Vertrauen, die Wertschätzung und den Zusammenhalt in der Lerngruppen- sowie der Schulgemeinschaft aufbauen. In einem lebendigen Miteinander werden durch Mitsprache und Mitgestaltung der Kinder im Klassenrat und Schülerparlament Verantwortungsgefühl und Gemeinschaftssinn gefördert.

Wertschätzung ist dabei ein zentrales Element zur Förderung der Schulgemeinschaft. Besondere Leistungen von Schülerinnen und Schülern sollen durch verschiedene, im Schulleben fest verankerte Präsentationsformen Wertschätzung erfahren.

  1. Zusammenkünfte aller Lerngruppen mindestens viermal pro Jahr, jeweils vor den Herbst-, Winter-, Oster- und Sommerferien. Für diese Treffen ist ein Zeitrahmen von ca. 45 Minuten vorgesehen. Kinder aus allen Lerngruppen und allen Jahrgängen haben die Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse zu präsentieren, z.B. Texte, Gedichte (auch englische), Rollenspiele, Vorträge, in der Schule entstandene Referate, selbst erstellte mathematische Aufgaben und Kunstwerke aller Art, evtl. in Form einer Ausstellung. Öffentlich gewürdigt werden auch sportliche Leistungen , z.B. bei Wettkämpfen, Teilnahme an einer Mathe-Olympiade, Engagement im Schülerparlament u. a. . Gemeinsames Singen oder andere musikalische Darbietungen bilden einen festen Bestandteil aller Zusammenkünfte.
  2. Der untere Flur eignet sich hervorragend für die Präsentation von Arbeitsergebnissen, da er ständig von allen Kindern und Erwachsenen genutzt wird. Jede Lerngruppe verfügt über eine Magnettafel. Darauf präsentiert sie eigenverantwortlich Bilder, Texte und andere Arbeitsergebnisse. Kinder, die in der Pause die Ausstellung im Flur in Ruhe anschauen möchten, erhalten von der Klassenlehrkraft eine Eintrittskarte, die für alle deutlich sichtbar an einem Band um den Hals getragen wird. In jeder Klasse können pro Pause 2-3 Eintrittskarten vergeben werden.
  3. Im Rahmen der Arbeit an der Schülerzeitung gibt es die Möglichkeit, eigene Texte zu produzieren und zu veröffentlichen. Dies hat für viele Kinder einen hohen Motivationscharakter. Eine eigene Zeitung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit der Schule.

Die Lernsituationen werden möglichst so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbst Verantwortung für ihr Lernen und ihr Leben in der Schulgemeinschaft übernehmen. Die Kinder lernen neben den Fachinhalten auch, dass Konflikte zum alltäglichen Leben gehören und mit friedlichen Mitteln lösbar sind. Soziales Lernen ist ein Schwerpunkt.

Dabei werden die Kinder im Bedarfsfall immer wieder von den Lehrerinnen und Lehrern mündlich und schriftlich durch Rückmeldungen in Form von Gesprächen, Lernplänen und Reflexionsheften für das Verhalten unterstützt.

In jeder Lerngruppe werden verbindliche Regeln besprochen, die mit den allgemeinen Verhaltensregeln auf dem Schulhof und im Schulgebäude übereinstimmen. Da unser Kollegium recht klein ist, sind Absprachen schnell getroffen und es herrscht ein Konsens über diese allgemeinen Verhaltensregeln und die Reaktionen auf Fehlverhalten einzelner Schülerinnen und Schüler, z.B. in Form von Sonderaufgaben (s.u.).

Auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern wird viel Wert gelegt. Dabei bevorzugen wir den Informationsaustausch auf kurzen Wegen. Zu diesem Zweck trifft sich das Kollegium wöchentlich, um sich über gegebenenfalls aufgetauchte Probleme im Sozialverhalten einzelner Schüler möglichst zeitnah auszutauschen.

Zur Prävention sozialer Schwierigkeiten sowie zur Festigung bereits kultivierter Verhaltensregeln findet an der Uwe-Jens-Lornsen-Schule ein regelmäßiges Sozialkompetenztraining mit individuellen Schwerpunkten statt.

Folgende 16 allgemeine Verhaltensregeln haben das Schülerparlament und das Kollegium festgelegt:
  1. Ich bin freundlich zu allen anderen Menschen in der Schule.
  2. Ich tue niemandem weh, weder mit Taten noch mit Worten.
  3. Ich gehe mit allen Sachen sorgfältig um.
  4. Ich sage deutlich stopp. Ich höre auf stopp.
  5. Ich helfe anderen und hole Hilfe.
  6. Ich kämpfe nicht mit Stöcken, werfe nicht mit Sand, Steinen oder Schneebällen.
  7. Ich bin im Schulgebäude leise.
  8. Zur Pause gehe ich zügig auf den Schulhof.
  9. Ich bleibe in der Pause auf dem Schulhof.
  10. Ich bin pünktlich im Unterricht.
  11. Ich hänge meine Jacke auf und stelle meine Schuhe an ihren Platz vor dem Klassenraum.
  12. Ich stelle meinen Schulranzen ordentlich an seinen Platz.
  13. Ich trete nach der Pause meine Schuhe kräftig ab.
  14. Ich werfe meinen Müll in den Mülleimer.
  15. Ich hinterlasse die Toilette sauber.
  16. Ich gehe leise durch den Flur zur Toilette, aber nur wenn ich auch wirklich muss.
Jahrgangsübergreifendes Lernen

Die Uwe-Jens-Lornsen-Schule setzt auf jahrgangsübergreifenden Unterricht. Alle Jahrgänge werden in sechs Stammgruppen (Tiger, Bären, Löwen, Wölfe, Elefanten und Geparden) zusammengefasst, so dass in jeder Gruppe Kinder des 1., 2., 3. und 4. Jahrgangs gemeinsam lernen.

Damit gehört die veraltete Annahme, dass Kinder immer und überall zur gleichen Zeit und im selben Alter das Gleiche lernen müssen, der Vergangenheit an.

Kinder kommen mit einem breiten Spektrum unterschiedlicher Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen in die Schule. Einige lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit. Von Bedeutung sind daher Unterrichtsformen, die sich an der Lernentwicklung des einzelnen Kindes orientieren und damit eine individuelle Förderung gewährleisten.

Um das zu erreichen, wird differenzierter unterrichtet als es früher üblich war. Die Lehrerinnen wissen genau, welches Kind wo steht und wie ihm geholfen werden kann. Die Schnelleren werden gefordert, damit sie sich nicht langweilen. Die Langsameren bekommen die Förderung, die ihnen einen frustrierenden Schulalltag erspart. Die Klassen sind kleiner. Das klassische „Sitzenbleiben“ fällt weg. Die Kinder können die Grundschule nun in drei, vier oder fünf Jahren durchlaufen, ohne ihren Klassenverband oder ihre Lehrerin zu wechseln.

Besonders werden wichtige soziale Fähigkeiten durch das gemeinsame Lernen in altersgemischten Lerngruppen entwickelt.

  • Helfen und Hilfe bekommen (Kooperationsfähigkeiten)
  • Voneinander lernen und miteinander lernen (Teamfähigkeit)
  • Rolle des Beschützers (Verantwortungsbewusstsein)
  • Achtung und Rücksichtnahme vor dem Anders-Sein und Anders-Können (Toleranzfähigkeit)
  • Teilhabe der Jüngeren an den Lerninhalten der Älteren (Lernmotivation)

Die Durchmischung der Jahrgänge bewirkt eine Verminderung von Konkurrenzsituationen und damit auch eine Reduzierung sozialen Konfliktpotentials. Kinder aller Entwicklungsstufen ergänzen sich positiv!

Nach Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften dürfen Eltern gerne den Unterricht besuchen, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Eingangsphase

Die Eingangsphase umfasst die Jahrgangsstufen eins und zwei.

Einzelne Schülerinnen und Schüler können diese in einem, in zwei oder in drei Jahren durchlaufen, je nach Leistungsvermögen und -stand.

Gesundes Frühstück

Mit einem gesunden Frühstück können Eltern Ihren Kindern helfen, fit durch den Vormittag zu kommen. Kinder sind leistungsfähiger, konzentrierter und kreativer, wenn sie richtig frühstücken. Mit leerem Magen sollte keiner in die Schule kommen.

Für Frühstücksmuffel tut es auch eine Tasse warmer Kakao, ein Glas Milch oder eine Portion Joghurt. Gegen Leistungsabfall am Vormittag hilft ein gesundes Schulfrühstück. Vollkornbrot, Obst und Gemüse sollten sich täglich in der Brotdose befinden. Ungesüßte Getränke haben den Vorzug. Süßigkeiten sollten die Ausnahme sein und wenn, dann z.B. am Geburtstag für alle Kinder der Klasse mitgebracht werden.

Natürlich können die Kinder ihr mitgebrachtes Frühstück in Ruhe in der gemeinsamen Frühstückspause der Klasse essen.

Internet-ABC

Internet-ABC

Mit Hilfe des Lernprogramms "Internet-ABC" möchten wir die Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 3 fit für das Internet machen. Anhand von interaktiven Lernmodulen werden spielerisch und sachlich fundiert Grundlagen zum Thema Internet vermittelt. Diese gliedern sich in die Themenbereiche

  1. Surfen und Internet - so funktioniert das Internet
  2. Mitreden und Mitmachen - selbst aktiv werden
  3. Achtung, die Gefahren! - So schützt du dich
  4. Lesen, Hören, Sehen - Medien im Internet.

Nach der Bearbeitung aller Themenbereiche können die Schülerinnen und Schüler ihren Surfschein, also ihren Führerschein für das Internet, machen.

 

Mehr Informationen für Eltern und Erziehungsberechtigte finden Sie hier:

https://www.internet-abc.de/eltern/internet-abc-fuer-eltern/

 

Vorlesewettbewerb

Jedes Jahr im ersten Schulhalbjahr nehmen die Drittklässlerinnen und Drittklässler am  Vorlesewettbewerb teil. Dafür suchen sie sich zu Hause ein Buch aus, das ihnen besonders gefällt und aus dem sie den anderen Kindern ungefähr 10 Minunten vorlesen möchten. Zu Hause üben sie sich im Vorlesen, bis der aufregende Tag des Vortrags gekommen ist.  Jede Lerngruppe entscheidet, welche zwei Kinder der Lerngruppe am besten, flüssigsten und lebhaftesten vorgelesen haben. Im Anschluss stellen sich die Lerngruppensiegerinnen- und sieger der Schuljury, die traditionell aus allen Viertklässlerinnen und Viertklässlern und einigen Lehrerinnen und Lehrern besteht. Während die Lerngruppe fest die Daumen drückt, lesen die Siegerkinder nun dieser Jury vor. Zu dem geübten Text kommt nun auch noch ein ungeübter Text dazu. Die Schulsiegerinnen oder Schulsieger werden mit großem Applaus und einer ersten Urkunde der Stadtbücherei Kiel genannt und nehmen am Stadtentscheid teil, während an der Schule das Daumendrücken dafür weitergeht.

Mathe-Olympiade

Im Mathematikunterricht für alle Kinder des 3. Jahrgangs wird die Schulrunde der Mathe-Olympiade in Partnerarbeit durchgeführt. Für den 4. Jahrgang ist die Teilnahme freiwillig, oft treten Teams wieder an, die im Jahr zuvor als DrittklässlerInnen erfolgreich waren. Diese Kinder nehmen an der Schulrunde zusammen mit dem 3. Jahrgang teil, bearbeiten dabei aber die Aufgaben für den 4. Jahrgang. Anhand der Ergebnisse wird für jeden Jahrgang ein Team ausgewählt, das gut zusammen an den unterschiedlichen Themen arbeiten und sich ergänzen kann. Diese beiden Teams nehmen dann an der Stadtrunde, die meistens an der Universität in Kiel stattfindet, teil. In den letzten Jahren waren auch in dieser Runde immer wieder Teams so erfolgreich, dass sie sich für die Landesrunde, die früher in Flensburg stattfand, nun aber ebenfalls in Kiel stattfindet, qualifiziert haben - darüber, aber auch über die Teilnahme an der Stadtrunde für unsere Schule freuen wir uns sehr.

Mentor-Initiative

Zur Unterstützung und Förderung der Lese- und Sprachkompetenz einzelner Schülerinnen und Schüler engagieren sich an der Uwe-Jens-Lornsen-Schule ehrenamtliche Leselernhelfer, sogenannte Mentoren.

Die Förderung der Kinder findet in den Räumen der Schule statt und ist kostenlos.

Ziel ist es, bei den Kindern die Freude am Buch und am Lesen zu wecken und ihnen den Umgang mit der deutschen Sprache zu erleichtern.

Die Mentoren schenken den Kindern Zeit und Aufmerksamkeit und geben ihnen damit zu verstehen:

"Du bist nicht allein, ich helfe dir. Wir schaffen das!" (KJHV Mentor Kiel)

Schulgarten

Seit 2011 haben unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Wachsen und Werden in unserem Schulgarten zu erleben.

Im Rahmen einer Projektwoche wurde der ehemalige Hausmeistergarten für die Kinder und mit den Kindern wieder nutzbar gemacht. Ein Teich wurde angelegt und eine Kräuterspirale, ein Insektenhotel gebaut und ein Unterstand, der bei Regen Schutz bietet. Ein Teil des Gartens bildet eine Wildblumenwiese, die Insekten anlocken soll.

Jeder Lerngruppe steht ein Beet zur Verfügung, das nach eigenen Wünschen beackert werden kann. Kartoffeln, verschiedene Gemüse- und Kohlsorten wurden schon geerntet.

Fachmännischen Rat und tatkräftige Unterstützung erhalten Kinder und Lehrkräfte seit Beginn des Projekts von unserem Gartenfachmann Herrn Andresen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.