Pinguin von Walter Rössler

Es wird sich schon so manch einer gefragt haben, wie denn der Pinguin auf den Schulhof der Uwe-Jens-Lornsen-Grundschule kommt und ob er nicht einsam ist, da es sich doch um gesellige Tiere vom Südpol handelt. Aber vielleicht hatte der Klausdorfer Bildhauer Walter Rössler gerade den fröhlichen und belebten Schulhof gewählt für seinen bronzenen Pinguin, in dem Wissen, dass er hier nie ganz alleine steht. Seit 1951 beobachtet die übergroße Brunnenfigur von seinem Sockel aus das Kommen und gehen etlicher Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Hammer.

Walter Rössler wurde 1904 in Kiel geboren und machte zuerst eine Steinmetzausbildung im väterlichen Betrieb. Anschließend studierte er an der Kölner Werkkunstschule und an der Dresdner Akademie bei Karl Albiker. 1943 erhielt er den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. Nach seiner Rückkehr 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft widmete er sich der realistischen Darstellung verschiedener Tiere. Allerdings prägte seine Arbeiten eine Vorliebe für Pinguine, die er als Kleinplastiken oder Wandobjekte formte. Eines der Grundprinzipien des Kieler Künstlers ware die harmonische Übereinstimmung von plastischer Form und der umgebenden Architektur. Rössler: "Bildhauerei ist ein Ordnen der Materie im Raum."